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Beim Trailen verfolgt der Hund die spezifische Geruchsspur eines Menschen. Er analysiert und merkt sich den aufgenommenen Duft, grenzt ihn gegen alle anderen Gerüche in der Umgebung ab und lernt mit Verwirbelungen der Spur durch Autos, Radfahrer und Fußgänger umzugehen.

Was riecht mein Hund?

Jedes Lebewesen sondert dauerhaft Moleküle ab. Dies sind komplexe Gemische aus sehr vielen einzelnen, unsichtbaren chemischen Duftkomponenten, die zum Beispiel durch den hormonellen Zyklus, die Ernährung oder auch Krankheiten beeinflusst werden.

Beim Trailen nimmt der Hund eine große Menge an Duftmolekülen auf, welche zunächst nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip an sogenannte Geruchsrezeptoren binden. Diese Geruchsrezeptoren sitzen an der Oberfläche der Riechzellen, die in der Riechschleimhaut lokalisiert sind. Das bedeutet, dass es für jedes unterschiedliche Geruchsmolekül (Schlüssel) einen speziellen Rezeptor (Schloss) gibt. Ein Geruchsmolekül kann aufgrund seiner Beschaffenheit mehrere Rezeptoren binden und damit auch mehrere Nervenzellen stimulieren. Diese senden dann Impulse ins Gehirn. Etwa 10 % des Gehirns bei Hunden fungiert als Geruchsgedächtnis, weshalb Hunde in der Lage sind, Gerüche abzuspeichern und später wieder zuzuordnen.

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